Volles Programm am gestrigen Samstag. Am Vormittag die lange erwartete SVP-Landesversammlung in Meran, und am Abend dann eine wirklich gelungene 30-Jahr-Feier der Katholischen Jugend auf der Bozner Haselburg.
Richard Theiner ist wie erwartet neuer SVP-Obmann. 82 % der Delegiertenstimmen konnte er erreichen, meine Prognosen gegenüber den Medien waren zwar noch optimistischer, aber ich denke mit so einem Ergebnis kann unser Obmann wirklich gut arbeiten. Ich hoffe wirklich, dass jetzt endlich persönliche Grabenkämpfe ruhen und die Partei wieder nach vorne blickt. Wir sind doch nicht gewählt, um uns nur gegenseitig auf die Zehen zu treten! In nahezu jeder Rede war gestern zudem von der Jugend der Rede: dass diese ein Schwerpunkt sein soll, freut mich natürlich besonders, wir werden sehen, welche Taten folgen werden - wenn die neue Parteiführung bei unserer Landesleitungssitzung am Donnerstag dabei ist, werden wir jedenfalls Tacheles reden...
Abends dann eine wirklich tolle 30-Jahr-Feier der SKJ auf der Haselburg - Kompliment an Stefan, Edith und Judith mit ihrem Team, die SKJ ist absolut im Aufbruch, das hat die Stimmung gestern deutlich gezeigt. Fast 300 SKJler feierten mit Bischof Karl Golser einen Wortgottesdienst, nach der Jubiläumsfeier heizten "Elmar & Friends" dann noch bei der SKJ-Party ein. Was mich beeindruckt hat: es ist förmlich zu spüren, dass die SKJ eine Gemeinschaft bildet, die gemeinsame Werte vertritt, die zusammenhält und logisch a mords Hetz an ihrer Tätigkeit hat! Kompliment!
Gestern SVP-Landesversammlung in Meran. Vormittag noch Ruhe, EU-Basiswahlen und Statutenreform im Mittelpunkt. Alles reibungslos gelaufen.
Dass es am Nachmittag spannender werden würde, war vorauszusehen. Die Mandatsbeschränkung stand auf der Tagesordnung. Ich bin stolz auf die JG. Wir haben unsere Position, unsere Überzeugung vertreten, sachlich, konsequent und kohärent. Und haben im Gegensatz zu anderen auf Argumente unter der Gürtellinie, auf persönliche Angriffe verzichtet. Das ist nicht unser Stil.
Ich glaube die Landesversammlung hat ein deutliches Zeichen gesetzt: dass die Mandatsbeschränkung ein vernünftiges Instrument ist, um einen regelmäßigen Wechsel in Verwaltungspositionen herbeizuführen. Dies kann niemand mehr in Frage stellen...
Ich hoffe, dass die Diskussion mit der gestrigen Landesversammlung abgeschlossen werden kann. Denn wir fühlen uns jetzt keinesfalls als die Sieger, wir haben lediglich unsere Argumente vorgebracht und überzeugen können. Aber auch andere sollten das klare Votum der Landesversammlung ein für allemal akzeptieren... das hoffe ich zumindest.
Ein fader Beigeschmack aber bleibt: populistische und verallgemeinernde Angriffe gegen die JG und persönliche Attacken hinnehmen zu müssen... Leider haben gestern nicht alle gezeigt, dass sie politischen Stil haben. Schade...
Das kann ja lustig werden. Am Samstag wird auf dem SVP-Parteitag über die Mandatsbeschränkung auf Gemeindeebene abgestimmt. Heute Nachmittag habe ich an der Sitzung der AG "Aufwertung der Gemeinden" teilgenommen, um die Formulierung für die Abstimmung festzulegen. Nein, es darf einfach keine Aufweichung geben, daran halten wir fest, dafür werden wir kämpfen. Wo würden wir denn dann hinkommen? Die Glaubwürdigkeit der SVP wäre endgültig am Ende... Niemand darf von sich selbst glauben, unersetzbar zu sein. Heute Mittag durfte ich zu diesem Thema im RAI-Studio (Mittagsmagazin) sein, die Anruferreaktionen haben mir eindeutig gezeigt: wir haben die richtige Position!
Na dann, ich freue mich schon auf den Samstag... :-)
JG-Landesversammlung 2009: wir haben Zähne gezeigt! Aber das war erst der Anfang!
Würde sagen die Veranstaltung war absolut gelungen... denn endlich haben unsere Leute einmal mitbekommen, was die JG ist: eine eigenständige Organisation, die sich von niemanden den Mund verbieten lässt! Deshalb waren auch einige kräftige Seitenhiebe an unsere Mutterpartei durchaus angebracht! Ich hoffe, dass sich einige von unseren Mandataren noch lange an unsere Worte erinnern werden ;-)
Auch die Podiumsdiskussion mit unserem LH, Wendelin Weingartner, Reinhold Messner, Hans Karl Peterlini, Paul Bacher, Maria Bertolini und Elmar Pichler Rolle war ein Highlight, auch wenn ein paar mehr Funken fliegen hätten können. Jedenfalls haben uns unsere Podiumsteilnehmer einige Denkanstöße mitgegeben, die wir noch aufgreifen werden müssen. Als was fühlt sich Herr oder Frau Südtiroler? Gute Frage... denn wenn wir uns ehrlich sind, sagen die einen "Tiroler", die anderen "Südtiroler", die dritten "Europäer" und gar einige Jugendliche bezeichnen sich als "Italiener". Allein auf den "Titel" darf es uns aber nicht drauf ankommen...
Wir müssen vielmehr dafür Sorge tragen, dass unsere Jugend die Geschichte unserer Heimat kennt, ihren Werten und ihrer Tradition verbunden bleibt - dann wird auch jeder und jede wieder beginnen, über Heimat und Identität nachzudenken. Jedenfalls wünsche ich mir eine heimatverbundene, aber keineswegs verborte und rückwärtsgewandte, sondern weltoffene Jugend! Dass es Visionen für unser Morgen braucht, ist klar - schauen wir, was bei unserer Veranstaltungsreihe "Junge Visionen für Südtirol" herauskommt... aber mehr dazu noch im Blog!
Willkommen in unserem Blog "Jugendpolitik live"! Was wir mit diesem Blog bezwecken? Wir wollen euch damit beweisen, dass das, was wir Tag für Tag in der JG tun, nicht etwas Langweiliges und Starres ist, dass Jugendpolitik viel mehr ist: sich durchsetzen, auf den Tisch hauen, ganz einfach Zähne zeigen! Also seid gespannt...


